Die große KI-Müdigkeit

Shownotes

Was du in dieser Folge lernst:

Der Moment der Überforderung: Warum 20 offene Tabs, unzählige halbfertige Projekte und ungelesene Newsletter uns nicht produktiver machen, sondern blockieren.

Was die Zahlen zeigen (Studie 2026): Eine Umfrage von Adeptavist unter 2.500 Wissensarbeitern (davon 500 in Deutschland) ergab, dass sich fast drei Viertel der deutschen Befragten die Arbeitswelt vor generativer KI zurückwünschen. Der Grund: 39 % der Befragten investieren mehr Zeit in die Überprüfung von KI-Ergebnissen, als sie dadurch einsparen.

Die 3 Arten der KI-Müdigkeit:

  • Tool-Müdigkeit: Der ständige Wechsel zwischen Anwendungen raubt uns bis zu vier Stunden im Monat.

  • Hype-Müdigkeit: Das ständige Abwarten auf neue Modelle führt zu einer gelernten Schutzreaktion – wir können nicht mehr jeden KI-Trend für bare Münze nehmen.

  • Sinn-Müdigkeit: Das bedrückende Gefühl, dass die eigene, durch Erfahrung geprägte Arbeit plötzlich durch einen simplen Prompt ersetzt wird.

Die Strategie dagegen:

  • "Tiefe statt Breite": Warum es wichtig ist, sich auf einen einzigen Workflow zu konzentrieren, konzentriertes Denken zu verteidigen und sich vor jedem neuen Tool zu fragen: Welches konkrete Problem löse ich damit im Jetzt?

Fokus auf den Menschen: Warum ich künftig wieder mehr echte menschliche Verbindung suche, Unternehmerinnen bei ihren Business-Starts unterstütze und nur noch dann poste, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe.

Deine Aufgabe für diese Woche:

Schreib drei Tools auf, die du in den letzten Monaten ausprobiert hast. Welche nutzt du wirklich noch? Und warum eigentlich?

Links & Ressourcen:

Adaptavist Group (2025). Der Anstieg von Technostress – und wie Unternehmen es schaffen, dass Teams Freude an Technologie haben. London: The Adaptavist Group. (Befragung von 4.000 Wissensarbeitenden in Großbritannien, den USA, Kanada und Deutschland, August 2025.)

Cal Newport über Tools, die Aufgaben übernehmen vs. Tools, die neue Aufgaben erzeugen

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